Eine Netzwerkadresse dient als eindeutige Kennung für einen Computer oder ein anderes Gerät in einem Netzwerk. Bei einer korrekten Einrichtung können Computer die Adressen anderer Computer und Geräte im Netzwerk ermitteln und diese Adressen verwenden, um miteinander zu kommunizieren.
Physische Adressen vs. virtuelle Adressen
Die meisten Netzwerkgeräte haben mehrere verschiedene Adressen.
- Physikalische Adressen: Adressen, die zu einzelnen Netzwerkschnittstellen gehören, die an ein Gerät angeschlossen sind. Beispielsweise besitzen das Wi-Fi-Radio und das Bluetooth-Radio eines mobilen Geräts eigene physikalische Netzwerkadressen.
- Virtuelle Adressen: Adressiert das werden Geräten entsprechend der Art des Netzwerks zugewiesen, an das sie angeschlossen sind. Die virtuellen Adressen eines mobilen Geräts ändern sich beispielsweise bei der Migration von einem Netzwerk zu einem anderen, während die physischen Adressen unverändert bleiben.
IP-Adressierungsversionen
Die bekannteste Art der virtuellen Netzwerkadresse ist die IP-Adresse (Internet Protocol). Die aktuelle IP-Adresse (IP-Version 6, IPv6) besteht aus 16 Bytes (128 Bit), die angeschlossene Geräte eindeutig identifizieren. Das Design von IPv6 umfasst einen viel größeren IP-Adressraum als sein Vorgänger IPv4, um die Unterstützung für viele Milliarden Geräte zu erhöhen.
Ein Großteil des IPv4-Adressraums wurde Internet-Service-Providern und anderen großen Organisationen zugewiesen, die sie ihren Kunden und Internet-Servern zuweisen sollten. Diese werden als öffentliche IP-Adressen bezeichnet. Bestimmte private IP-Adressbereiche wurden eingerichtet, um interne Netzwerke wie Heimnetzwerke mit Geräten zu unterstützen, die nicht direkt mit dem Internet verbunden sein mussten.
MAC-Adressen
Eine bekannte Form der physischen Adressierung basiert auf der Media Access Control (MAC) -Technologie. MAC-Adressen, auch physikalische Adressen genannt, bestehen aus sechs Bytes (48 Bit), die Hersteller von Netzwerkadaptern in ihre Produkte einbetten, um sie eindeutig zu identifizieren. IP und andere Protokolle basieren auf physischen Adressen, um Geräte in einem Netzwerk zu identifizieren.
Adresszuordnung
Netzwerkadressen werden Netzwerkgeräten auf verschiedene Weise zugeordnet:
- Netzwerke können so konfiguriert werden, dass IP-Adressen automatisch in einem Prozess namens dynamische Adresszuweisung zugewiesen werden.
- Netzwerkadministratoren können bestimmte IP-Adressen auswählen und sie manuell in einem Prozess zuweisen, der als statische Adresszuweisung bezeichnet wird.
- Hersteller von Netzwerkadaptern legen eine eindeutige MAC-Adresse im Nur-Lese-Speicher (ROM) jedes Geräts fest, das in einem Prozess hergestellt wird, der manchmal als "Brennen" bezeichnet wird.
Heim- und Unternehmensnetzwerke verwenden üblicherweise DHCP-Server (Dynamic Host Configuration Protocol) für die automatische Zuweisung von IP-Adressen.
Netzwerkadressübersetzung
Router verwenden üblicherweise eine Technologie, die als Network Address Translation (NAT) bezeichnet wird, um den Internetprotokollverkehr an sein Ziel zu leiten. NAT arbeitet mit den virtuellen Adressen, die im IP-Netzwerkverkehr enthalten sind.
Probleme mit IP-Adressen
Ein IP-Adressenkonflikt tritt auf, wenn zwei oder mehr Geräten in einem Netzwerk die gleiche Adressnummer zugewiesen wird. Diese Konflikte können entweder auf menschliche Fehler bei der statischen Adresszuweisung oder - seltener - auf technische Störungen in automatischen Zuweisungssystemen zurückzuführen sein.




