Die DFÜ-Netzwerktechnologie ermöglicht es PCs und anderen Netzwerkgeräten, über Standardtelefonleitungen eine Verbindung zu Remote-Netzwerken herzustellen. Als das World Wide Web in den 1990er Jahren immer beliebter wurde, war das Einwahlverfahren die häufigste verfügbare Form von Internet-Diensten, doch heute haben Breitband-Internet-Dienste durch wesentlich schnellere Internetverbindungen fast alles ersetzt.
Ein DFÜ-Netzwerk verwenden
Die Online-Verbindung per DFÜ funktioniert heute genauso wie in den frühen Tagen des Webs. Ein Haushalt abonniert einen Dienstplan mit einem DFÜ-Internetanbieter, verbindet ein Wählmodem mit seiner Telefonleitung und ruft eine öffentliche Zugangsnummer an, um eine Online-Verbindung herzustellen. Das Heimmodem ruft ein anderes Modem des Providers an (wobei dabei ein eindeutiger Bereich von Geräuschen erzeugt wird). Nachdem die beiden Modems miteinander kompatible Einstellungen ausgehandelt haben, wird die Verbindung hergestellt, und die beiden Modems tauschen den Netzwerkverkehr weiter aus, bis die eine oder die andere Verbindung getrennt wird.
Die gemeinsame Nutzung des DFÜ-Internetdienstes zwischen mehreren Geräten innerhalb des Heimnetzwerks kann auf verschiedene Arten erreicht werden. Beachten Sie jedoch, dass moderne Breitbandrouter die gemeinsame Nutzung von DFÜ-Verbindungen nicht unterstützen.
Im Gegensatz zu festen Breitband-Internetdiensten kann ein DFÜ-Abonnement von jedem Standort aus genutzt werden, an dem Telefone mit öffentlichem Zugang verfügbar sind. EarthLink DFÜ-Internet bietet beispielsweise mehrere tausend Zugangsnummern für die USA und Nordamerika.
Geschwindigkeit von DFÜ-Netzwerken
Aufgrund der Einschränkungen der traditionellen Modemtechnologie ist das DFÜ-Netzwerk nach heutigen Standards äußerst schlecht. Die allerersten Modems (erstellt in den 1950er und 1960er Jahren) wurden mit Geschwindigkeiten von 110 und 300 Baud (einer nach Emile Baudot benannten Einheit für analoge Signalmessungen) betrieben, was 110-300 Bit pro Sekunde (bps) entspricht. Moderne DFÜ-Modems können aus technischen Gründen nur bis zu 56 Kbit / s (0,056 MBit / s) erreichen.
Anbieter wie Earthlink kündigen Netzwerkbeschleunigungstechnologien an, die angeblich die Leistung von DFÜ-Verbindungen mithilfe von Komprimierungs- und Caching-Techniken erheblich verbessern. Einwahlbeschleuniger erhöhen zwar nicht die Höchstgrenzen der Telefonleitung, können jedoch in einigen Situationen dazu beitragen, sie effizienter zu nutzen. Die Gesamtleistung der Einwahl ist für das Lesen von E-Mails und das Durchsuchen einfacher Websites kaum ausreichend.
DFÜ gegen DSL
DFÜ- und DSL-Technologien (Digital Subscriber Line) ermöglichen den Internetzugriff über Telefonleitungen. DSL erreicht durch seine fortschrittliche digitale Signaltechnologie mehr als das 100-fache der Einwahlgeschwindigkeit. DSL funktioniert auch bei sehr hohen Signalfrequenzen, sodass ein Haushalt dieselbe Telefonleitung sowohl für Sprachanrufe als auch für Internetdienste verwenden kann. Im Gegensatz dazu erfordert die Einwahl exklusiven Zugriff auf die Telefonleitung. Wenn eine Verbindung zum DFÜ-Internet besteht, kann der Haushalt keine Telefonanrufe tätigen.
DFÜ-Systeme verwenden spezielle Netzwerkprotokolle wie das Point-to-Point-Protokoll (PPP), das später die Grundlage für die mit DSL verwendete PPP-over-Ethernet-Technologie (PPPoE) wurde.




